Legionellen

 

Nicht zuletzt aufgrund der neuen Trinkwasserverordnung, die am 01.11.2011 in Kraft tritt, ist das Thema Legionellen wieder in den Fokus getreten. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie hiermit über wichtige Punkte im Zusammenhang mit dieser Thematik informieren.

 

Was sind Legionellen?

 

Legionellen sind bewegliche Stäbchenbakterien mit einer durchschnittlichen Länge von 2-5 µm und einem Durchmesser von 0,5-0,8 µm. Sie kommen weltweit in allen natürlichen und künstlichen Gewässern vor und gelangen – wenn auch in niedrigen Konzentrationen – in die Trinkwassersysteme. Daher können sich auch in Ihrem Trinkwasser Legionellen befinden.

 

Sind Legionellen generell gefährlich?

 

Legionellen können eine Legionellose, auch Legionärskrankheit genannt, auslösen. Dies ist eine Lungenentzündung, die insbesondere über das Einatmen von fein verteilten Tröpfchen (Aerosolen) aus Duschen, Luftbefeuchtern, Mundduschen, Klimaanlagen, Warmwassersprudelbecken (Whirl-Pools) und anderem, mit Legionellen kontaminiertem Wasser verursacht werden kann. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Gefährdet sind insbesondere Personen, die eine verminderte körperliche Immun-Abwehr haben.

 

Wie kann man Legionellen im Trinkwasser vermindern?

 

Hauptursache für Legionellenbildungen sind zu niedrige Warmwassertemperaturen und Stagnation des Wassers in den Rohrleitungen. Daher können folgende Maßnahmen ein Legionellenwachstum vermindern:  

  • Die Vermehrung von Legionellen im Trinkwasser kann durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden. Hierbei spielt die Wassertemperatur eine wichtige Rolle, denn bei Wassertemperaturen zwischen 30 und 45 °C vermehren sich Legionellen sehr stark. Erst ab einer Temperatur von ≥ 60 °C findet eine Abtötung von Legionellen statt. Dementsprechend sollte die Temperatur des Wassers in Warmwasserspeichern nicht unter 60°C liegen.
  • Vermeiden Sie stehendes Wasser (Stagnationswasser) beispielsweise dadurch, dass Sie den Leitungsinhalt regelmäßig austauschen.

 

Die jeweiligen Maßnahmen hängen aber auch immer von der konkreten Anlage und den Umständen des Einzelfalls ab. Gerne beraten wir Sie daher speziell für Ihre Anlage vor Ort.